Nationalparks

In Norwegen gibt es 41 Nationalparks. 34 dieser Nationalparks liegen auf dem Festland, die restlichen in der Region Spitsbergen. Ca. 7 % von Norwegens Festland gehören zum geschützten Bereich der Nationalparks. Die Nationalparks dienen dem Schutz des norwegischen Naturerbes.

Der größte Nationalpark Norwegens ist der Hardangervidda-Nationalpark. Er umfasst ein Gebiet von 3422 km². In dem Park, der 1981 gegründet wurde, kann man toll wandern, angeln und Skilanglauf betreiben. Für Wanderer gibt es sogar Hütten. Hardangervidda ist die größte Hochebene Norwegens, die Höhe steigt bis auf 1400m.  Trekking, Ski und Wandern sind die beliebtesten Aktivitäten von Urlaubern in der Region.

Der Reinheimen-Nationalpark liegt in Mittelnorwegen. Der Park wurde 2006 gegründet, um das Ökosystem vor Ort besser erforschen zu können. Große Herden von Bergrentieren haben hier ihr Zuhause. Ein weiterer wichtiger Park ist der im Jahr 2004 gegründete Blåfjella-Skjækerfjella-Nationalpark im östlichen Mittelnorwegen. Hier gibt es große Täler, Berge und auch Seen. Ein weiterer beliebter Nationalpark ist der Jotunheimen-Nationalpark. Jotunheimen ist ein Gebirge, in dem einige der höchsten Berge Nordeuropas liegen. Eine tolle Möglichkeit, die Gegend zu erkunden, ist die mit dem Fahrrad. Aber auch das Wandern ist in den Nationalparks sehr beliebt. Die Parks sind wahre Wanderparadiese.

In Norwegen gilt das Jedermannsrecht. Das heißt, dass jeder Mensch unabhängig vom Eigentumsverhältnis Landschaften nutzen und genießen kann. Dieses Recht gilt auch in den Nationalparks. Jedoch ist es äußerst wichtig, die Natur und die Tiere dabei nicht zu stören oder zu gefährden. Um dies zu gewährleisten, gibt es in vielen Parks gekennzeichnete Wege und Plätze. Einige werden so stark geschützt, sodass nur sehr wenige freigegeben sind. Viele gefährdete Tierarten leben in den Nationalparks, z.B. Rentiere und Greifvögel. Zudem bestehen fast 85% der norwegischen Nationalparks aus Gebirgen, Gletschern sowie tiefen Schluchten.